Angst/Flucht/ Stehen

June 10, 2019

Das Empfinden, die Gefühle,  von uns Menschen, von mir, ist Angst, ist Trauer, Schmerz, Wut, Ekel , Freude, Liebe.

Ich kann für mich, nur immer wieder von neuem erfahren, das mir diese Gefühle, diese Empfindungen, einen Weg offenbaren, der mich in meine Überzeugung brachte, das dort so etwas wie Heiilung geschieht.

Das im Kopf und im Verstand nur das Erkennen und das sich bewusst machen passiert.

Das möglich machen dies zu beobachten, was geschieht, für dies brauch ich mein Denken, mein Verstand.

Das wandeln und ändern, passiert für mich im wahrnehmen der Gefühle.

Im wandeln, das diese Gefühle ihren Platz haben dürfen und erlaubt werden, ohne sie zu beurteilen.

 

Es in diese Einfachheit zu bringen, ist Im ersten Moment wahrscheinlich ja, zu einfach und so geht es auch nicht.

Ich fühle und heile, grundsätzlich Ja, doch da ich halt dieser Mensch bin, mit 52 Jahren und eben fast mein ganzes Leben, genau diese Gefühle abgeschnitten habe, sie verborgen habe, mir nicht erlaubt habe zu fühlen.

Prägt mich dies bis heute, das immer noch in mir lebt, ich darf nicht weinen, als Mann.

Ich darf meine Wut nicht zeigen oder ausleben.

Trauer ist was für Frauen und Schmerz hält man aus .

Es gibt da hunderte von Sätzen, die sich eingebrannt und eingetrichtert haben, in meinem Verstand, der dann halt wieder genau, für dies Verantwortlich ist.

 

Und unter anderem halt auch für die Angst, mit ihren Arten. 

Die Erstarrung, die ich schon versuche, durch die Methode des Schüttelns, immer wieder zu wandeln. 

Das präventive tun, also nicht erst wenn die Erstarrung da ist, sondern täglich tun, damit es aus dem Unterbewussten ins Bewusste dringt, 

Die Erstarrungen in mir immer mehr weicher machen, vorab es manifestieren,, das ich übe, lerne, in Bewegung zu sein. 

So ein wenig, ich übe und lerne vorab, bevor die Erstarrung kommt. 

Ich lerne meinen Körper, die Angst dadurch zu wandeln. 

 

Doch es gibt noch mehr, vielfaches mehr, andere Arten wie sich Angst in mir zeigt .

 

Das verständlichste und offensichtlichste ist bei mir, ich flüchte, bekomm ich Angst. Der Tiger will die Antilope reissen, fangen, essen und in der Tierwelt ist, sobald sich die Antilope bewegt, nur noch Flucht möglich, für sie.

 

Wobei wie immer und da ist mein Denken, mein Verstand wohl wichtig, im Gegensatz zu den Tieren, die sofort instinktiv alles wahrnehmen, ich darf erst mal erkennen und wahrnehmen, da ist Angst und mein Mechanismus ist Flucht. 

 

Das kann sich in hunderten Formen, im Unterbewussten sich zeigen, bei mir. 

Eine Methode ist ganz klar, Sucht, Alkohol, Drogen, Süsses, stofflich wie nicht stofflich, trinke ich, lenk ich mich ab, mach mich bewusst taub für  die Angst.

Arbeitssucht, ich arbeite und arbeite,  bin im tun und handeln, im dauernden funktionieren, um mich ja selber nicht wahrzunehmen, meine Ängste.

Geb mich Methoden wie Meditationen hin, im Excess, in der Flucht vor der Angst, unbedingt dies zu tun, um ja aus dem Kopf zu kommen. 

Viele Methoden die ich dann auch noch praktiziere, wenn dies auch zum Dauermacher bei mir wird, ist auch da wieder was exzessives.

Das mir Ruhe und Stille wohl gibt, doch das Gefühl der Angst, wird dadurch auch nur wieder übertölpelt.   

Ich flüchte immer vor dem was in mir wirklich lebt, ich fahr hundert Kilometer voll powermässig mit dem Fahrrad, ich power mich aus im Sport im Joga.

Mach gefährliche Sachen, tue Dinge wo mein Adrenalin hoch schiesst, es gibt viel, um vor dem zu flüchten, was in mir wirklich ist. 

Seminare, Workshops,  Kliniken, auch dies kann mit der Zeit zur Sucht werden, um irgendwie klar zu kommen. 

Also flüchte ich dahin, vielleicht vor der Angst einsam, allein zu sein. 

Jetzt da alles aufzuzählen würde ich, in Stunden noch hier sitzen. 

Doch eines ist ganz sicher auch  Flucht, wenn ich eine Maske  aufsetzte und niemand, an mir wirklich  teilnehmen lasse, wie ich fühle, wie ich spüre, was ich gern möchte und mir wünsche, was ich denke und wer ich wirklich bin. 

 

Doch und jetzt kommt so die Einsicht bei mir, all diese Mechanismen, sind Sachen die ich tue, wo ich weglaufe, wo ich der Angst nicht begegnen möchte, mich ablenke, mich ins Programmierte und ins Gewohnte begebe.

Vieles wahrlich nicht gesund oder gar hilfreich, 

Es kommt so, okay ich lerne, ich nehm das mal an und alles braucht seine Zeit. Ich erkenn es ja schon mal. 

Ich begebe mich auch da wieder in die Flucht, des mir Schlupflöcher und Möglichkeiten erschaffen, um ja nicht in das wahre und wirkliche einzutauchen, das da Angst ist, vor Neuem, vor Gefühlen zum Beispiel. 

Ich Rede es mir zurecht. 

 

Doch was ist den das andere, das, ich sag mal Gegenteil von Flucht?

Ich praktiziere nun langsam dieses Gegenteil, vor allem mit der Methode Qi Gong. 

Ich flüchtete mein ganzes Leben, vor mir, vor Gewalt, vor Bedrohung, vor Gefühlen wie die Angst, es war mir nicht möglich, ich hatte keine Wahl, stehen zu bleiben, als Kind,  als Jugendlicher, als Opfer damals.  

 

 

Den dass ist es, anstatt "Flucht" , "Stehen bleiben", sich verwurzeln, mit der Erde verbinden, mit dem Himmel, sagt Qi Gong.

Das ich stehe, mit der Kraft und der Hilfe, Erde und Himmel. 

Ich stehe felsenfest oder wie ein Baum. 

Ich übe tägliches Stehen, tägliches mich dem, auch auszusetzen, was beim stehen passiert. 

Ich schaffe mir einen sicheren Ort um mich, stehe und schaue hinaus, doch in meinen Raum kommt niemand herein.

Das hilft mir, egal was draussen ist, alte Filme, alte Gewohnheiten,  Flashbacks, Bilder, Videos, Geschichten, alte Erfahrungen und Erlebnisse, Der sichere Ort, erschafft mir die Möglichkeit stehen zu bleiben. 

Dies zu üben Tag täglich, mit Qi Gong, erschafft, das ich auch die Ängste immer mehr beobachten kann, fühlen und sie wandeln. 

Die Ängste treiben mich dann nicht mehr dazu, zu flüchten. 

 

Ich stehe, doch auch dies darf ich üben, lernen, mich dem hingeben und es diszipliniert aus führen. 

 

Und die Gefahr ist auch hier wieder da, dass es mit der Zeit wieder soweit geht, das ich ohne dies auch nicht mehr leben kann und dann ist wieder die Flucht da, doch das geht jetzt mal zu weit. 

 

Denn jetzt ist es erst mal, eine Hilfe für mich, das wenn der nächste Trigger kommt, die Flucht, ich, durch das praktizieren des Stehens, Qi Gong, die Angst annehme und sie sichtbar mache und halt ja, "Stehen bleibe".

 

 

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